Zwei Uhren der gleichen Marke, des gleichen Kalibers und die sich ähnlich sehen an einem Tag zur Revision zu bekommen, ist schon kurios genug :-)… um den Spaßfaktor nochmals zu erhöhen, revidiere ich beide Uhren parallel. Beide Uhren gehen nicht oder kaum.

Es handelt sich um zwei Uhren der Marke Glashütte (noch aus DDR-Zeiten) mit Kaliber GUB 70.1. Beide Uhren sehen wie neu aus… NOS!?

Die Uhren versprühen Charme… irgendwie ganz nett anzusehen.

Ich bin auf das Uhrwerk gespannt. Ich entferne den Gehäuseboden.

Der Gehäuseboden ist offen, wobei das linke Uhrwerk so aussieht, als ob jemand mächtig an der Unruh herumgeschraubt hat.

Eine der Uhren geht und ich konnte ihr diese Werte entlocken.

Uhrwerke sind aus den Gehäusen entnommen.

Zeiger werden entfernt.

Das Zifferblatt wird auch entfernt.

Nun mache ich mich daran, die Werke komplett zu zerlegen, wobei ich wirklich alles parallel mache :-) eine Schraube links und eine Schraube rechts :-))

Nun zerlege ich die Zifferblattseite des Uhrwerkes. Öl im Überfluss.

Nun zerlege ich die restlichen Teile.

Noch die alte Form der Aufzugsfeder (=ohne S-Form). Die Aufzugsfeder ist aus Stahl und hat mit modernen Aufzugsfedern nichts zu tun. Sie verrichtet aber ihren Dienst und das zählt.

Vor der Reinigung baue ich die Unruh wieder ein. So ist sie am besten aufgehoben und kann durch den Reinigungsprozess keinen Schaden annehmen.

Nach der Reinigung baue ich alles in umgekehrter Reihenfolge ein. Den Uhren habe ich neue Armbänder spendiert.

Schöne Uhren, die wieder für einige Jahre ohne Problem ticken werden. Die Uhren versprühen so ein Charme, dass man wirklich nicht widerstehen kann, zumindest geht es mir so. Am meisten Spaß hat mir das parallele Arbeiten an beiden Uhren gleichzeitig gemacht. War schon was anders :-)