Im ersten Teil des Berichtes habe ich das Aufarbeiten des Gehäuses sowie des Edelstahlarmbandes behandelt. In diesem Teil des Berichtes möchte ich auf das wunderschöne Uhrwerk mit der seltenen Komplikation des Schleppzeigers eingehen.

Das Uhrwerk ist komplett zerlegt und wird für die Reinigung vorbereitet.

Alle Teile sind im Reinigungskorb der Reinigungsmaschine.

Wie immer starte ich mit dem Federhaus nach der Reinigung.

Eine neue Aufzugsfeder ist bereits im Federwinder eingespannt und wird in Folge im entsprechend geölten Federhaus eingesetzt. 

Federhaus wird anschließend geschlossen.

Danach epilamisiere ich alle Teile, die eine Epilamisierung benötigen.

Trocknen lassen. Danach öle ich die Decksteine, so dass sie in Folge für den Einbau bereit sind.

Als nächstes setze ich die frisch geölten Lagersteine auf die Hauptplatine ein. Danach entferne ich den Unruhkloben und beginne mit dem Zusammenbau des Uhrwerks.

Danach setzte ich die Teile des Aufzugsmechanismus zusammen.

Anker und Ankerbrücke sind schon eingesetzt.

Die Unruh wird eingesetzt. Alle Teile werden selbstverständlich entsprechend geölt. Danach gebe ich das Uhrwerk gleich auf das Prüfgerät, um einen ersten Eindruck zu bekommen.

Diese Werte sind für mich soweit in Ordnung. Sie werden sich nach einigen Tagen sowieso ändern. Das ist – wie gesagt – nur der erste Eindruck.

Danach setze ich die Teile des Chronographen nach und nach zusammen.

Bis jetzt ist alles fast identisch mit einem ETA Valjoux 7750. Danach kommen einige modifizierte/neue Teile, die ein 7750 nicht hat. Diese Teile werden für den Mechanismus des Schleppzeigers benötigt.

Ich muss sagen das dieser Mechanismus eine geniale Konstruktion ist. Herr Richard Habring – in seiner Zeit bei IWC – hat diese Konstruktion durchgeführt. Im Netz gibt es einiges darüber zu lesen, wobei Habring2 aktuell ebenfalls eine Split Secund im Programm hat.

Hier das Rad, welches für die Schleppzeigerfunktion vollführt.

Die Teile des Schleppzeigermechanismus sind nun zusammengesetzt.

Ich reguliere die Uhr nochmals, damit ich auch feststelle, ob die Teile des Chronographen bzw. Schleppzeigers den Gang der Uhr beeinflussen bzw. beeinflusst haben. Die gute Nachricht: Tun sie nicht :-)

Die Zifferblattseite des IWC Chronographen wird nun zusammengesetzt.

Damit Datum und Tag synchron schalten, gibt es entsprechende Markierungen auf der Platine, die zur Orientierung dienen.  Es ist ein Herantasten, bis die Räder absolut perfekt sitzen. 

Zeiger setzen.

Es ist soweit… in der Autoindustrie spricht man von der Hochzeit, wenn Motor und Karosserie zusammenkommen. Gibt es etwas Ähnliches bei Uhren!?

Zur Erinnerung hier der Zustand vorher…

… und danach

Eine wunderschöne Uhr mit besonderer Technik und Funktion. Sowohl Gehäuse als auch Armband sind extrem aufwendig konstruiert. Die Technik und Konstruktion des Uhrwerks sind herausragend. So macht die Revision Spaß.