Revision: Seiko Automatik Diashock 25 Jewels, Kaliber 6R15A

Heute eine Uhr aus Japan, und nicht immer Uhren aus der Schweiz. Bei dieser Seiko handelt es sich um einen Modell des unteren Preissegments bis 400,– Euro. Ich bin echt verwundert, welche Qualität das Gehäuse, Armband bieten. Auch das Aussehen der Uhr ist einfach tadellos. Für diesen Preis für eine Alltagsuhr… da kann man nicht meckern.IMG_4181 IMG_4182 IMG_4183IMG_4186 Sehen wir uns an, in welchem Zustand die Uhr ist. Optisch ganz leicht verschmutzt, da und dort ein Kratzerchen, aber sonst einwandfrei. Sehen wir uns das Ergebnis der Zeitwaage an.IMG_4177 Die Amplitude ist ganz unten. Ein Signal kann die Zeitwaage nicht erfassen. Ich bin der Meinung, dass da im Bereich der Hemmung, auf Grund der Punkte, sehr viele Fehler vorhanden sind. Ich beginne, die Uhr auseinanderzunehmen. Armband, Glasboden und Automatikrotor.IMG_4189 IMG_4199 IMG_4200 IMG_4201Das Uhrwerk ist für diese Klasse sehr schön verarbeitet und macht einen guten optischen Eindruck.IMG_4202 Ich nehme das Zifferblatt ab…IMG_4203IMG_4205 … und beginne, mich durch die Teile durchzuarbeiten.IMG_4204 IMG_4207 Ich nehme die Unruh inkl. Kloben ab. Die Unruh macht einen sehr einfachen Eindruck. Qualität sieht anders aus.IMG_4208Auch der Anker ist aus dem günstigen Segment. Zusammengefaltetes Blech.IMG_4210

Automatikbrücke und Räder.IMG_4212 IMG_4214 IMG_4216

Das ist ein japanischer Traktor :-)) Alles funktional, jedoch extrem auf günstig getrimmt.IMG_4222

Nun ist die Zifferblattseite des Uhrwerks dran. Sehr viele Teile sind aus Plastik, zum Beispiel Datumsscheibe, Datumsmitnehmerrad, Schnellschaltung des Datumrads, etc.IMG_4223

Alle Teile sind unten und sind für die Reinigung bereit.IMG_4223 IMG_4231 IMG_4232 IMG_4233

Alle Teile haben in den Reinigungskörben Platz genommen ;-)IMG_4241

Während die Teile in der Reinigungsmaschine sind, verpasse ich der Schließe einen neuen Schliff.IMG_4245

Nach der Reinigung baue ich wieder alle Teile zusammen und gebe die Uhr gleich auf die Zeitwaage, um einen ersten Eindruck zu bekommen.IMG_4253IMG_4258

Die Messung auf die Zeitwaage ergibt weiterhin ein unruhiges Bild. Ich gehe davon aus, dass die zweite Linie von einem Parallelgeräusch erzeugt wird. Die Spiralklötze können die zweite Linie verursachen, da die Spirale durch diese nicht richtig gefasst wird. Die Spirale klickt beim Atmen auf die Klötzen und dadurch entsteht die Doppellinie.IMG_4256Nach Korrektur der Klötze sieht das Ergebnis wieder gut aus.IMG_4279

Nun beginne ich, die Zifferblattseite des Uhrwerks zusammenzusetzen… Plastik, wo man hinsieht :-)IMG_4263

Die Dichtung bekommt ein Silikonbad…IMG_4266

… und wird auf den Gehäuseboden gesetzt.IMG_4269

Danach setze ich das Gehäuse zusammen, setze das Armband.IMG_4270 IMG_4274 IMG_4276

Anschließend unterziehe ich die Uhr einem 12-Stundentest, um die Ganggenauigkeit zu verifizieren. Wie immer beim Service einer Uhr besseren sich die Werte nach einigen Tagen. Auch hier ist das der Fall.IMG_4259

Fazit: Eine Uhr, die durch Preis-Leistungs-Verhältnis glänzt, optisch einen sehr guten Eindruck macht und durch einfache, jedoch funktionale Technik angetrieben wird.

Ich möchte festhalten, dass Japan durchaus in der Lage ist, absolut hochwertige Uhrwerke zu erstellen, die über jeden Vergleich erhaben sind. Diese Top-Uhrwerke (werden zum Beispiel in Grand Seiko oder Credor eingebaut) sind natürlich mit diesem gar nicht zu vergleichen.