Die Firma Tavannes wurde 1891 von dem Locler Uhrmacher Henri-Frédéric Sandoz gegründet und nach dem gleichnamigen Ort benannt. Cyma, seit 1892 zur Firmengruppe gehörend, produzierte gemeinsam mit Tavannes mit modernsten Maschinen komplizierte Taschenuhren. Der Firmengründer Sandoz erlangte eine Reihe von Schweizer Patenten zur Verbesserung von Taschenuhren. Um 1905 begann die Firmengruppe mit der Entwicklung von Taschenchronometern deren Spiralfedern aus der Nickel-Stahl-Legierung von Charles Edouard Guillaume bestanden. 1919 wurde eine Werkstatt zur Fertigung von Taschen- und Marinechronometern eingerichtet. Tavannes verwendete unter anderem auch das von Paul Ditisheim entwickelte Marinechronometer mit Zentralsekunde und austauschbarer Hemmungspartie. Schon vor dem ersten Weltkrieg begann Cyma mit der Entwicklung von Armbanduhren. Tavannes erzielte mit seinen Deckuhren viele Erfolge bei den Chronometerwettbewerben des Observatoriums Neuchâtel. 1969 schlossen sich die Firmen Cyma, Tavannes und DOXA zur Synchron AG zusammen, zu der seit 1972 auch die Firma Auréole gehört. Seit 2008 ist Tavannes Watch wieder eigenständig und vertreibt Uhren hauptsächlich in die USA.

tavannes_logoQuelle: Watch-Wiki

Die Uhr selbst ist eine absolut feine Dress Watch. Wenn überhaupt, war diese Uhr ein einziges Mal beim Uhrmacher. Die Uhr sieht wie neu aus. Sehen wir uns einige Details an.

Die Uhr ist sehr flach, aus 18k Gold und hat ein wunderschön dekoriertes Uhrwerk Kaliber Tavannes 414. Die Uhr geht nicht, daher kann ich sie nicht auf der Zeitwaage testen.img_6658 img_6655

Der Gehäuseboden ist sehr fein gearbeitet und aus 18k Gold.img_6659

Das Uhrwerk ist eine Pracht. Wunderschön dekoriert und unberührt. Für das Alter der Uhr ist das eine Sensation. Ich persönlich schätze diese alten USA-Uhrwerke sehr.img_6660

Die Rubine sind in Chatons eingefasst, was ja selten zu sehen ist. Noch seltener sieht man Uhrwerke aus Aluminium (oder Alulegierung). Im üblichen kommt Messing zur Anwendung.

Das Gehäuse ist so fein, dass es unmöglich war, es mit einem Uhrmachermesser zu öffnen, ohne es zu beschädigen. Ich musste ein Spezialwerkzeug besorgen, um es entsprechend aufzubekommen.

Wie es sich gehört, sind sowohl das Gehäuse als auch der Gehäuseboden mehrfach mit 750 Feingold oder 18k punziert.img_6899

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Das Uhrwerk wurde aus dem Gehäuse entfernt.img_6912

Zifferblatt entfernt. Feine Perlierungen kommen zum Vorschein.img_6913

Ich zerlege das Uhrwerk entsprechend, damit ich es reinigen kann.img_6930

Man sehe sich diese winzigen Teile an :-)img_6919 img_6920 img_6923 img_6926 img_6927 img_6929

Vor der Reinigung baue ich die Unruh wieder ein. So ist sie während der Reinigung am besten geschützt.img_6933

Das Federhaus wird zerlegt. Zum Vorschein kommt eine schöne gebläute Zugfeder, die noch gut aussieht. Diese kommt wieder zur Anwendung.img_6937

Alle Teile im Reinigungskorb der Reinigungsmaschine.img_6938

Während das Uhrwerk in der Reinigungsmaschine gereinigt wird, widme ich mich dem Gehäuse und reinige es entsprechend. Das ist wirklich sehr schön.img_6943

Ich verklebe es gleich mit einer Schutzfolie, damit es nicht weiter zerkratzt wird.img_6948

Nach der Reinigung ist alles blitzeblank…img_6950

… und ich beginne – wie immer – mit dem Federhaus. Hier die Feder im Federwinder.img_6951img_6954

Nun baue ich die Teile zusammen und gebe das Uhrwerk auf die Zeitwaage, um einen ersten Eindruck zu bekommen. img_6955 img_6956img_6959

Die Werte sind gleich beim ersten Anlauf perfekt :-) Das Uhrwerk kommt wieder in das Gehäuse rein.img_6964

Hier noch einige Bilder von der Schönheit.img_6983 img_6986 img_6965 img_6968 img_6980

Eine wunderbare Uhr :-))