Eine Vintage Universal Geneve Polerouter Deluxe mit Kaliber 138SS. Die Uhr ist eine früheAutomatik sog. Hammerautomatik. Die Uhr ist komplett (Gehäuse und Zifferblatt) aus 18k Gold.

Eventuell überraschend für viele Leser: Das Design der UG Polerouter ist von Gerald Genta. UG Polerouter kam 1954 erstmalig auf den Markt. Gerald Genta hat weitere Uhren designed, die in die Geschichte eingegangen sind. Ich zähle einige auf:

1954: Universal Geneve Polerouter
1959: Omega Constellation
1972: Audemars Piguet Royal Oak
1975: IWC Ingenieur.
1976: Patek Philippe Nautilus. Wird im gleichen Jahr auf Basel World vorgestellt.

Nach diesen epochalen Designs, insbesondere der letzten drei Uhren, hat Gerald Genta 1977 die Bvlgari Bvlgari für die gleichnamige Firma entworfen.

Wie immer starte ich mit dem Test der Uhr, um einen ersten Eindruck zu bekommen.

Die Zeitwaage zeigt, dass die Uhr 21 Sekunden pro Tag im Plus geht und einen Abfallfehler von 0,5ms hat. Nichts Außergewöhnliches.

Sehen wir uns den Zustand der Uhr an:

Leichte Gebrauchsspuren, jedoch alles in Bestzustand. Der Gehäuseboden ist 18kt Gold punziert. Einige Serviceeinträge sind ebenfalls zu finden.

Das Uhrwerk mit dem Hammer sieht sehr schön aus, wenngleich da und dort leichte Kratzer zu sehen sind.

Ich nehme das Uhrwerk aus dem Gehäuse raus. Die Patina des Zifferblatts ist ebenfalls zu sehen.

Das Zifferblatt packe ich entsprechend ein…

…und beginne mit dem Zerlegen des Uhrwerks.

Nach der Reinigung starte ich mit der Aufzugsfeder. In dem Fall baue ich eine neue ein.

Danach epilamisiere ich die Decksteine der Unruh. Öle sie mit Moebius 9010 und setze sie wieder ein.

Das gilt auch für die Zifferblattseite.

Ich beginne damit, alle Teile des Werkes zusammenzusetzen.

Nun setze ich die Teile der Zifferblattseite zusammen.

Die letzten Teile sind Automatikhammer und Automatikbrücke, die baue ich nun ein. Grundsätzlich sind die Werte gut. Der Abfallfehler wird noch korregiert, dann ist alles gut.

Nun setze ich das Zifferblatt und die Zeiger und baue das Uhrwerk in das Gehäuse ein.

Ich schließe den Gehäuseboden. Das Gehäuse selbst habe ich in der Zwischenzeit gereinigt und leicht poliert. Das Ergebnis sieht einfach fantastisch aus.

Neues hochwertiges Armband dran und die Uhr strahlt wieder.

Klassische Vintage Dress Watch. Insbesondere diese Modellreihe ist extrem selten zu bekommen und wenn man ein Exemplar in diesem Zustand findet, dann muss man auch tief in Tasche greifen.